Osteologie

In der Osteologie beschäftigen wir uns mit der sehr häufigen Erkrankung Osteoporose, aber auch mit weiteren seltenen Knochenerkrankungen.

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die mit einer erhöhten Frakturwahrscheinlichkeit einhergeht. Bei der Behandlung ist deshalb das wichtigste Ziel, (weitere) Frakturen (Knochenbrüche) zu verhindern. Eine sorgfältige Diagnostik ist entscheidend, denn eine Osteoporose kann sekundär als Folge einer anderen Erkrankung auftreten, wie z.B.: Morbus Cushing, primärer Hyperparathyreoidismus, Mastozytose, Plasmozytom, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder auch als Folge von Medikamenten, z.B. bei einer notwendigen Behandlung mit Glukokortikoiden.

Diagnostik und Therapie

Viele Ursachen für eine sekundäre Osteoporose kann man mittels einer Blutuntersuchung abklären. Die Knochendichte messen wir mittels DXA (Dual Energy X-ray Absorptiometry). Erfreulicherweise können wir auch die Messung der Knochenqualität mittels des TBS-Scores (trabecular bone score) zusätzlich im Rahmen der DXA-Messung durchführen. Diese neue Methode beurteilt dreidimensionale Parameter, wie z.B. die Anzahl und Verteilung der Trabekel (Knochenbälkchen) und die Dichte der Knochenverbindungen.

Der TBS-Score (trabecular bone score) ist unabhängig von der Knochendichte und kann einen zusätzlichen Risikofaktor für Frakturen darstellen.

Die Therapieentscheidung treffen wir leitlinienkonform nach der DVO Leitlinie 2017.

Diagnostik und Therapie junger Menschen

Bei Diagnostik und Therapie von Seltenen Knochenerkrankungen und Osteoporose junger Menschen betreuen wir Betroffene mit folgenden Erkrankungen:

  • Seltenen Erkrankungen des Mineralstoffwechsels
  • Early Onset Osteoporosis
  • Erbliche (hereditäre) Osteoporoseformen
  • Osteogenesis imperfecta (OI)
  • Erbliche (hereditäre) Hypophosphatämie (XLH)
  • Onkogene Osteomalazie
  • Schwangerschaftsosteoporose
  • Morbus Paget
  • Fibröse Dysplasie
  • Hypophosphatasie (HPP)

Frau Prof. Dr. Heide Siggelkow ist Teil des National Bone Boards und Sprecherin des Netzwerks für Seltene Osteopathien (NetsOS)

Ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum DVO

Das MVZ endokrinologikum Göttingen wurde im Dezember 2009 vom Wissenschaftlichen Dachverband Osteologie e.V. (DVO) als Ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum DVO zertifiziert.

Der DVO (Dachverband Osteologie e.V.) zertifiziert ambulante und stationäre Einrichtungen, die in besonderer Weise eine definierte Kompetenz und nachgeprüfte Qualität in der Prävention und Versorgung osteologischer Krankheiten vorhalten, sich dem Überprüfungscurriculum des DVO unterzogen haben und sich in Praxis und Klinik schwerpunktmäßig der Versorgung von Patienten mit osteologischen Erkrankungen auf dem derzeit besten Stand der medizinischen Erkenntnisse widmen.

Zertifikat

Termine

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Downloads

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Patientenflyer

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